Als ich mit 21 Jahren für zwei Monate nach Neuseeland reiste, bestand mein Gepäck aus zwei T-Shirts, einer Hose, einem Zelt, einem Schlafsack, einer Isomatte, Unterwäsche und Kochgeschirr. Was man eben typischerweise für einen Rucksacktrip braucht. Zuerst hatte ich ein mulmiges Gefühl bei so wenigen Habseligkeiten für den langen Zeitraum.

 

Nach einiger Reisedauer verwandelte es sich in eine total befreite Stimmung. Mein Kopf wurde freier und freier, weil ich mir beim Weiterziehen nicht tausende Gedanken über mein Hab und Gut machen musste. So konnte mich auf das konzentrieren, was mir wirklich wichtig war: die Menschen, denen ich begegnet bin und die Natur um mich herum. Es war eine der wertvollsten Zeiten in meinem Leben.

 

Aus dem Leben eines Zen-Mönchs

Ein Zen Mönch hat wirklich nur die notwendigsten Dinge zum Leben. Er hat keinen Überfluss an Schuhen oder die neuesten trendigen Klamotten im Schrank. Und er besitzt auch kein I-Phone, kein Auto oder ein Fernsehgerät. Sein Kühlschrank ist nicht brechend gefüllt mit Essen. Er nimmt einfache Nahrung zu sich, meist Gemüse mit Reis und vielleicht etwas Suppe.

 

Natürlich sind wir keine Zen-Mönche. Es geht mir auch nicht darum, dir den Luxus zu verderben. Vielmehr möchte ich dich dazu anregen, kurz auf das zu schauen, was dir wirklich wichtig ist. Und einen Blick darauf zu werfen, was du loslassen kannst.

 

Wie ich mich vor zwei Wochen von unnötigem Ballast befreit habe

 

Gerade beziehe ich wieder meinen Büroraum, den ich mir mit drei Trainern und Beratern teile. Wir hatten ihn zwei Wochen für ein großes Projekt an meine Kollegin untervermietet. In dieser Zeit konnte ich auf keine der Dinge in meinen Schränken und Regalen zugreifen: Bücher, Ordner, Ablagen etc. wurden kistenweise in den Keller verfrachtet.

 

Jetzt sitze ich seit einer Woche wieder im Büro und alles ist nach wie vor unten eingelagert. Natürlich werde ich es nicht dort stehen lassen. Aber ich könnte es tun.

 

Was mir dabei klar geworden ist: Meine Arbeit besteht daraus, lebendig querzudenken, kreativ zu sein, in den Dialog gehen, Menschen zu bewegen. Da können die Bücher und Ordner getrost im Keller oder im Regal bleiben. Ein erlösendes Gefühl.

 

Wie du dich ebenfalls befreien kannst?

 

Löse dich von den überflüssigen Dingen. Und zwar so:

 

  1. Finde heraus, was dir wirklich wichtig ist.
  2. Eliminiere alles andere.

 

Das klingt radikal, ich weiß. Aber es ist ebenso radikal entlastend J.

 

Wie das geht?

 

Willst du herausfinden, wovon du dich lösen kannst? Tauche ein in deine kurze Loslassen-Meditation: zwei Minuten angeleitete Meditation mit Atemfokus und fünf Minuten Stille.

 

 

Und, wie war´s? Was ist dir wirklich wichtig? Was kannst du weglassen? Teile es gerne im Kommentarfeld unten.

 

Freiraum-Grüße

 

Holger

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