Sinnvoller Umgang mit Kränkungen

Bliblableck, du bist jetzt weg

Mein Sohn und ich sitzen auf der Couch und blödeln herum. Wir denken uns gemeinsam unsinnige Reime aus. Er sagt: „Bliblabeck, du bist jetzt weg!“ Dabei hüpft er ausgelassen auf und ab. Ich stimme in sein Gelächter mit ein und falle dabei fast vom Sofa. Jetzt kontere ich mit: „Fliflaflutsch, du bist jetzt futsch!“

Plötzlich haut mein Sohn mit seiner flachen Hand auf meinen Mund. Mit einem Schlag verstummt mein Lachen. Es tat körperlich gar nicht weh und doch spüre einen großen Schmerz in mir. Mein Magen verkrampft sich, ein Stein wächst in meinem Bauch. Spuren von Wut blitzen auf.

Der Kampf gegen mein Kind beginnt. „Warum hast du das gemacht? Geht´s noch?!“ fahre ich ihn an. Als er sich bei mir entschuldigen will, blocke ich ab und sage ihm, dass er mich in Ruhe lassen soll.

ACHTUNG: Falscher Film!

Für mich verwandelte sich der Film mit dem Titel „Ich klopfe meiner Mama aus Übermut auf den Mund!“ unter der Hand in einen anderen Film „Ich erniedrige Mama, weil sie Blödsinn redet.“ Ich wechselte komplett den Saal und schaute diesen Film zu Ende.

Aufgrund MEINER Gedanken bin ich zutiefst verletzt. Ich sehe meinen Sohn gar nicht mehr, sondern nur meine eigenen Vorstellungen. Ich phantasiere, dass mein Sohn findet, ich sei einfältig. Ich gebe seiner Tat, eine von mir phantasierte Bedeutung. In Wirklichkeit bestrafe ich meinen Sohn dafür, was ich selbst über mich denke! So gemein!

Schauen wir uns die Realität an: Mein Sohn klopft mit seiner Hand auf meinen Mund. Hätte er mir auf den Rücken geklopft, käme ich vielleicht gar nicht auf die Idee, es als erniedrigend zu empfinden.

Im Licht der Bewusstheit löst sich das unbewusste Muster schnell auf.
(Eckehart Tolle)

 

Barbara Wardetzky setzt sich mit der Kränkungswut auseinander. Sie inspirierte mich in meiner Haltung so unglaublich. Sie nennt 2 Arten von Wut:

 

1. Kränkungswut (destruktive Wut)

Man reagiert mit Kränkung auf Worte oder eine Tat seines Gegenübers.  Manchmal entsteht daraus eine zerstörerische Wut. Man will Rache üben und den Anderen bestrafen.

Ich strafte mein Kind damit, dass ich abblockte, als es sich entschuldigen wollte.
Schaut man sich den Akt ‘Rache’ genauer an, stellt man fest, dass man unbewusst sein schmerzhaftes Gefühl auch beim Anderen hervorrufen will.

Doch das eigentliche (unbewusste) Ziel der Rache ist in Wirklichkeit gar nicht dem Anderen weh zu tun, sondern verstanden zu werden.

Rache ist eine unreife Strategie. Kinder nutzen diese, weil sie ihre Gefühle noch nicht gut in die Sprache heben können. Alles was sie damit erreichen wollen ist, dass wir in ihre innere Welt schauen und ihnen helfen.

Viele wenden eine solche Handlungsweise auch bewusst an, damit ihr Kind nicht wieder so handelt. Man kränkt das Kind absichtlich, damit das Kind seine Tat nicht wiederholt. Doch damit katapultiert man sich komplett aus der Beziehung zum Kind. Man dressiert es lediglich. Ich finde das moralisch und menschlich nicht tragbar.

Was ist eine Kränkung?

Jedes Gefühl hat einen Anfang und ein Ende. Kränkung, Ohnmacht, usw. sind keine Gefühle, sondern eine Stimmungslage, also ein Zustand. Kränkung hört nicht auf. Sie wird durch unsere Gedanken aufrechterhalten.

Unsere Reaktion auf eine wahrgenommene Kränkung, ist meistens (Kränkungs-)Wut. Denn man ist lieber wütend als traurig, weil man sich so handlungsfähiger erlebt. Wogegen die Traurigkeit uns verletzlich und meist handlungsunfähig macht.

2. Konstruktive Wut

Ich bleibe bei mir, ich schaffe eine persönliche Abgrenzung. Ich sage deutlich, dass ich das nicht will! Ich spreche für mich, anstatt gegen den Anderen.

Diese Wut ist purer Selbstschutz „Halt! So redest du nicht mit mir! – So behandelst du mich nicht!“

Verantwortung

Tatsache ist, dass das „Gekränkt-fühlen“ mehr mit uns zu tun hat, als mit dem, was die andere Person tut oder sagt.

Ich bin dafür verantwortlich, ob es mich kränkt. Es liegt an meinem eigenen wunden Punkt. Dies ist meist eine nicht verarbeitete Verletzung (unseres Selbstwertes) aus unserer Kindheit, eine nicht vernarbte Wunde. Das heißt aber nicht, dass ich mich schlecht behandeln lasse.

Ich sollte mich auch nicht selbst kränken, sondern mich stattdessen unterstützen. Ich kann aufhören mir zu sagen: „Ich rede nur Blödsinn!“ und mir stattdessen eine gute Botschaft schicken:

„Ich nehme mich so an, wie ich bin.“

Man kann keinen einzigen Menschen kränken, nur schlecht behandeln. Ob jemand anders mich kränkt, liegt nur bei mir.

Plan für die nächste (scheinbare) Kränkung

 

  • Ich spüre meinen Schmerz und meinen Ärger ganz bewusst. Wenn es geht, verlasse ich den Raum, um wieder in Kontakt mit mir selbst zu kommen. Ich sage zum Beispiel „Ich gehe kurz raus, damit ich mich beruhigen kann.“
  • (Optional) Für 60 Sekunden lächle ich. Vera Birkenbihl schlägt dies vor, denn dies wirkt beruhigend und lässt den Körper Glückshormone freisetzen.
  • Ich frage mich, ob es wirklich wahr ist, dass mir mein Kind etwas Böses will. Ich schaue nach, ob es eher meine eigenen Gedanken über mich sind, die mich gerade kränken. Jetzt kann ich schauen, wie mein Kind es in Wirklichkeit meint. Vielleicht frage ich später ohne Vorwürfe und dafür mit Neugierde nach.
  • Ich schenke mir eine gute Botschaft.
  • Ich zeige mich verletzlich und sage was in mir vorgeht: „Als du mir auf den Mund gehauen hast, fühlte ich mich verletzt. Deshalb will ich nicht, dass du mir auf den Mund klopfst.“ Ganz kleine Kinder verstehen das wahrscheinlich noch nicht. Ich finde es aber trotzdem gut es auszusprechen.

 

Weichwerden, Zulassen und Lieben – Dem eigenen Leiden mit Mitgefühl begegnen

Später fragte ich meinen Sohn: „Hast du das gemacht, weil du meinst, dass ich Blödsinn rede?“ Seine knappe Antwort war: „Nein, weil ich es lustig finde!“.
Jetzt könnte ich meine Kränkungsmaschine wieder anschmeißen und den folgenden Gedanken produzieren: „Ich bin nicht wertvoll für ihn, weil …“
Ihr merkt, wenn man will, kann man ALLES persönlich nehmen und in dieser Opferhaltung durch die Welt spazieren.

Die Frage ist: WILL ICH DAS?

Ich habe mich für „NEIN“ entschieden. Lieber reflektiere ich meine Gedanken und schaue nach, wo es wirklich herkommt!
An mir selbst zu wachsen, ist nicht immer angenehm. Jemand verglich „persönliches Wachstum“, mit dem Zahnen unserer Kinder. Es tut oft weh. Doch das Ergebnis ist so wertvoll!

Vortrag von Bärbel Wardetzki über Kränkung

“Kränkungen machen uns zu schaffen, denn eine Kränkung ist wie eine Ohrfeige für die Seele. Sie trifft direkt unser Selbstwertgefühl. Wir fühlen uns nicht respektiert, nicht wertgeschätzt, nicht verstanden und schon gar nicht geliebt. Bärbel Wardetzki zeigt in ihrem Vortrag, dass wir Kränkungen nicht hilflos ausgeliefert sind und wie wir gelassen damit umgehen können.”

 

Vera Birkenbhil´s 60 Sekunden-Trick:

Andrea Schiefer

 

P.S.: Hier geht´s zur Sei-du-selbst-Meditation

Portraitfoto Holger Hagen

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