„Wenn du es eilig hast, geh langsam. Wenn du es noch eiliger hast, mach einen Umweg.“

(aus Japan)

Das sind weise Worte. Doch sind sie nicht immer leicht umzusetzen. Mir fällt es besonders schwer, wenn mein Schreibtisch gerade überquillt. Ich bemerke dann eine Ungeduld und einen inneren Druck in mir. Also nehme ich mir zu viel vor und schaffe viel weniger als geplant. Die Fehlerquote steigt.

 

Gerade letzte Woche ist mir bei einem stapelvollen Schreibtisch auch noch meine Internetseite abgestürzt. Das hatte mir gerade noch gefehlt. Ich habe lange nach der Ursache gesucht und dann irgendwann festgestellt, dass die Speicherkapazität des Servers, auf dem meine Internetseite liegt, überlastet war. Ich habe den Speicher dann einfach aufgerüstet, ein paar Dinge neu installiert und es lief wieder. Ich war vor lauter Stress genauso überlastet und habe den deutlichen Hinweis „Speicherplatz voll“ im Arbeitsbereich meiner Webseite ignoriert. Wenn ich achtsam gewesen wäre, hätte mir das viel eher auffallen können.

 

Bist du langsamer, bist du achtsamer

Vielleicht kennst du das? Du gehst eine Strecke zu Fuß, die du sonst mit dem Fahrrad oder dem Auto zurücklegst. Und siehst Dinge, die du normalerweise nicht siehst. Weil du mehr Zeit hast und nicht so schnell an den Dingen vorbeirauschst.

 

Langsamer zu sein, bedeutet auch, den Tag nicht zu sehr zu verplanen. Seitdem ich meinen Tag nicht so vollstopfe, empfinde ich das als große Erleichterung und schaffe mehr in weniger Zeit, führe die Dinge konsequenter zu Ende und erreiche eine höhere Qualität.

 

Um an einer Sache dranzubleiben, hilft es dir, langsamer zu sein. Wenn du zu sehr hastest, schüttet dein Gehirn Stresshormone aus und deine Konzentration sinkt. Du übersiehst Dinge, deine Tätigkeit dauert länger.

 

Wenn du nicht weißt, wie du langsamer gehen, stehen, arbeiten, sitzen, fahren etc. kannst, nutze deinen Atem.

 

Halte kurz inne

Es gibt Momente, in denen ich mir einen Moment Zeit für eine Meditation nehme und atme. Auch oder gerade, weil mein Schreibtisch so voll ist. Das hat nämlich zur Folge, dass auch mein Kopf überfüllt ist und mich meine Gedanken an das, was alles unbearbeitet auf meinem Schreibtisch liegt, ständig ablenken wollen. Meditation schafft mir einen klaren Kopf, ich kann Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden und mich komplett auf meine Prioritäten konzentrieren. So bin ich deutlich produktiver. 5 – 10 Minuten reichen da oft schon. Für mehr ist ja auch keine Zeit 😉

 

Wie das geht? Probier´s aus:

Nimm dir sieben Minuten Zeit zum Innehalten. Es folgt der Link zu deiner kurzen Slow-Meditation. Sie besteht aus zwei Minuten Anleitung und Atemfokus sowie fünf Minuten Stille.

 

 

Bedächtige Grüße

 

Holger